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    <title>blueblog (Rubrik:think about it)</title>
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    <dc:publisher>charliehumble</dc:publisher>
    <dc:creator>charliehumble (mailto:&amp;#99;&amp;#104;&amp;#97;&amp;#114;&amp;#108;&amp;#105;&amp;#101;&amp;#104;&amp;#117;&amp;#109;&amp;#98;&amp;#108;&amp;#101;&amp;#64;&amp;#115;&amp;#112;&amp;#121;&amp;#109;&amp;#97;&amp;#99;&amp;#46;&amp;#99;&amp;#111;&amp;#109;)</dc:creator>
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    <title>Taiz&amp;eacute; - eine Tankstelle f&amp;uuml;r die Seele</title> 
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    <description>In einer wundersch&amp;ouml;nen Landschaft im franz&amp;ouml;sischen Burgund umgeben von Weinanbau liegt auf einem kleinen Berg die Gemeinschaft von Taiz&amp;eacute;. 1940 von Bruder Roger gegr&amp;uuml;ndet um Kriegsfl&amp;uuml;chtlinge aufzunehmen und ein Zeichen der Hoffnung zu setzen, hat er immer nach Anh&amp;auml;ngern seiner Vision gesucht. Mit der Zeit wurde ihm bewusst, dass Jugendliche in der heutigen Gesellschaft - speziell was den Glauben angeht - oft unsicher und perspektivlos sind. Sie k&amp;ouml;nnen sich mit einem teils &amp;uuml;ber 2000 Jahre alten Buch nicht identifizieren, oft ist der Sinn des Glaubens nicht klar. Dies spiegelt sich in den Statistiken fast aller Kirchengemeinden wider, dramatischer R&amp;uuml;ckgang der Mitglieder und Gottesdienstbesucher. Ich meine, es liegt daran, dass die Kirche es nicht schafft sich anzupassen. Die Zeiten &amp;auml;ndern sich, das Monopol, die Einzige Gemeinschaft in Dorf/Gegend/Stadt zu sein l&amp;auml;ngst verloren. Anpassungsversuche werden gewagt, selten, zu selten. Amerikanische Weisen, zum Beispiel Gospelch&amp;ouml;re, definieren Glauben ganz neu, halten aber am Sinn der Gesellschaft fest. In Deutschland, oder sogar Europa, existiert so etwas nur unter besonderen Umst&amp;auml;nden. In meiner Gemeinde, der Luisengemeinde Berlin, Partnergemeinde der Kaiser- Wilhelm- Ged&amp;auml;chtniskirche, Berlins ber&amp;uuml;hmtester Kirche, leuchtete vor Jahren ein Funke Hoffnung auf, angefacht von Pfarrer Bernd J&amp;uuml;rgen Hamann. Der &amp;#8222;Rockerpfarrer&amp;#8220; sprach sich f&amp;uuml;r monatliche Rockmessen aus, in der anstatt traditioneller Orgelmusik (Rock-) Bands zur Begleitung der Lieder spielten. Der Jugend gefiel es, die Konfirmandengruppen (von denen es immer um die drei parallel gab) waren viel besser besucht, als die der umliegenden Gemeinden.&lt;br /&gt;
Zur&amp;uuml;ck nach Frankreich. Im direkten Gegensatz zu den Statistiken der Kirchenbesuche, wurde die Begegnung in Taiz&amp;eacute; immer popul&amp;auml;rer. Zu den Sto&amp;szlig;zeiten Weihnachten, Ostern, Pfingsten und Sommerferien sind 6000 Jugendliche keine Seltenheit mehr. Angereist kommen sie haupts&amp;auml;chlich in Reisebussen, oft organisierte Gruppen, aber auch viele &amp;#8222;Individualisten&amp;#8220;. Es gibt auch die M&amp;ouml;glichkeit mit Linienbussen aus der n&amp;auml;chsten gro&amp;szlig;en Stadt Lyon, oder mit dem eigenen Auto anzureisen. Untergebracht wird man in Baracken von vier bis zw&amp;ouml;lf Betten pro Zimmer, in gro&amp;szlig;en 30- Mann Zelten oder in selbst mitgebrachten Zelten. Das &amp;#8222;Publikum&amp;#8220; ist sehr international, haupts&amp;auml;chlich europ&amp;auml;isch. Mit den Geldbetr&amp;auml;gen, die von Land zu Land unterschiedlich sind, wird der Besuch Menschen aus Entwicklungsl&amp;auml;ndern erm&amp;ouml;glicht. Die Br&amp;uuml;der akzeptieren keine direkten Spenden, man kann aber zur &amp;Uuml;bernachtung mehr als den Mindestbetrag zahlen (f&amp;uuml;r Deutschland werden 5,50&amp;#8364;  bis 7,50&amp;#8364;  empfohlen) und in der &amp;#8222;Exposition&amp;#8220; auf dem Gel&amp;auml;nde Anh&amp;auml;nger, Postkarten, (Lieder-) B&amp;uuml;cher und T&amp;ouml;pferwaren f&amp;uuml;r einen eher symbolischen Preis erwerben.&lt;br /&gt;
Die Atmosph&amp;auml;re ist unglaublich sch&amp;ouml;n, die Messen dreimal t&amp;auml;glich, in denen haupts&amp;auml;chlich gesungen wird, treiben einem schnell die Tr&amp;auml;nen in die Augen. Innerhalb einer Woche besinnt man sich, was z&amp;auml;hlt im Leben, was einem wichtig ist. Man tauscht sich aus &amp;uuml;ber Gott, Erfahrungen und Einstellungen, hat Spa&amp;szlig; am lebendigen Miteinander, ob es abends beim Gitarrespielen ist, beim Warten aufs Mittagessen oder nachmittags in der Sonne w&amp;auml;hrend man dem Pl&amp;auml;tschern der nahen Quelle lauscht. Eine Meinung, die man oft h&amp;ouml;rt ist, dass eigentlich &amp;#8222;alles schei&amp;szlig;e&amp;#8220; ist: Essen, Toiletten und &amp;Uuml;bernachtung sind wahrlich h&amp;ouml;chstens akzeptabel, dennoch ist der darauffolgende Satz meistens: &amp;#8222;Aber es ist so geil.&amp;#8220; Vieles ist unbeschreiblich, man muss es einfach selbst erlebt haben.&lt;br /&gt;
Wenn man eine weitere Woche in Taiz&amp;eacute; bleibt, ist es beliebt ins Schweigen zu gehen, einer besonderen Art der Besinnung, in der man seperat untergebracht wird und mit den Br&amp;uuml;dern tiefgehende Gespr&amp;auml;che f&amp;uuml;hrt. Leute, die l&amp;auml;ngeren Aufenthalt haben, gelten als &amp;#8222;Permanents&amp;#8220;, sind komfortabler untergebracht und werden verantwortungsvolleren Aufgaben zugeteilt. Zivildienstleistende bekommen ihr Jahr angerechnet.&lt;br /&gt;
Mein erster Besuch in Taiz&amp;eacute; wird mit Garantie nicht der Letzte sein und eines Tages darf ich vielleicht stolz erz&amp;auml;hlen, noch von Fr&amp;egrave;re Roger pers&amp;ouml;nlich gesegnet worden zu sein, der - w&amp;auml;hrend ich da war - bewundernswerterweise fast jeden Gottesdienst beehrte, trotz seines Alters und Gesundheitszustandes. Wenn dann f&amp;uuml;r ihn die Zeit gekommen ist, die letzte Reise anzutreten, darf er stolz behaupen, dass er etwas erreicht hat und sein Leben einen Sinn hatte.</description>
    <dc:creator>charliehumble (mailto:&amp;#99;&amp;#104;&amp;#97;&amp;#114;&amp;#108;&amp;#105;&amp;#101;&amp;#104;&amp;#117;&amp;#109;&amp;#98;&amp;#108;&amp;#101;&amp;#64;&amp;#115;&amp;#112;&amp;#121;&amp;#109;&amp;#97;&amp;#99;&amp;#46;&amp;#99;&amp;#111;&amp;#109;)</dc:creator>
    <dc:subject>think about it</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 charliehumble</dc:rights>
    <dc:date>2005-07-23T11:12:42Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://bluebutt.twoday.net/stories/614914/">
    <title>schule. und dann?</title> 
    <link>http://bluebutt.twoday.net/stories/614914/</link>
    <description>man verdammt,&lt;br /&gt;
wie oft meinten wir schon schei&amp;szlig; schule&lt;br /&gt;
(hab nen achtstundentag hinter mir)?&lt;br /&gt;
was is schei&amp;szlig;e?&lt;br /&gt;
ich mein ja nur. das is voll kindisch.&lt;br /&gt;
man muss viele sachen im leben machen, die einem nicht unbedingt spa&amp;szlig; machen.&lt;br /&gt;
wieso nicht schon an der schule &amp;uuml;ben.&lt;br /&gt;
wer hier scheitert (schw&amp;auml;nzt), der wirds nicht weit bringen.&lt;br /&gt;
man lernt was, umsonst. also kostenlos.&lt;br /&gt;
stimmt schon, es gibt viele situationen, in denen man denkt &quot;verdammt, was sitzt ich hier? brauch ich sp&amp;auml;ter nie wieder&quot;.&lt;br /&gt;
und jetzt, da wir freiwillig in der schule sind um so mehr.&lt;br /&gt;
da find ich das amerikanische system gut:&lt;br /&gt;
du darfst (nachdem du lesen und schreiben gelernt hast) alles bis auf ein paar kernf&amp;auml;cher selbst w&amp;auml;hlen. man kann sogar &quot;nichts&quot; ausw&amp;auml;hlen. das nennt sich dann study hall.&lt;br /&gt;
um zu beweisen, dass man dann sp&amp;auml;ter f&amp;uuml;rs college tauglich ist, muss man aber anspruchsvollere kurse ausw&amp;auml;hlen, in denen man dann credits gutgeschrieben bekommt. mit ner bestimmten anzahl lassen sie dich dann auch da hin.&lt;br /&gt;
und hier?&lt;br /&gt;
damit du kunst studieren darfst musst du all m&amp;ouml;glichen schei&amp;szlig; aus der naturwissenschaft lernen.&lt;br /&gt;
jaja, schadet ja nie.&lt;br /&gt;
also immer sch&amp;ouml;n lauscher auf und brav dasitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kennt ihr das? nach den ferien freut man sich morgens auf die schule. zumindest is das oft bei mir so.&lt;br /&gt;
weil man viele freunde und gute bekannte endlich wiedersieht. auch wenn man w&amp;auml;hrend der ferien zuhause geblieben ist, hat man sich selten mit mehr als f&amp;uuml;nf leuten gleichzeitig getroffen.&lt;br /&gt;
und da ist es sch&amp;ouml;n mal wieder action zu haben.&lt;br /&gt;
ohne die schule w&amp;uuml;rden viele von uns vertrocknen.&lt;br /&gt;
wei&amp;szlig; gar nicht genau, ob ich auch dazu geh&amp;ouml;re.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nun gut genug f&amp;uuml;r heute.&lt;br /&gt;
marc, du denkst zuviel.</description>
    <dc:creator>charliehumble (mailto:&amp;#99;&amp;#104;&amp;#97;&amp;#114;&amp;#108;&amp;#105;&amp;#101;&amp;#104;&amp;#117;&amp;#109;&amp;#98;&amp;#108;&amp;#101;&amp;#64;&amp;#115;&amp;#112;&amp;#121;&amp;#109;&amp;#97;&amp;#99;&amp;#46;&amp;#99;&amp;#111;&amp;#109;)</dc:creator>
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    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 charliehumble</dc:rights>
    <dc:date>2005-04-07T16:38:29Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://bluebutt.twoday.net/stories/466630/">
    <title>Chillen is gut?</title> 
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    <description>Chillen ist gut .&lt;br /&gt;
Chillen ist ein etablierter Begriff in der deutschen Jugendsprache genauso wie Lebensstil. Chillen ziehen viele Leute in unserem Alter regelm&amp;auml;&amp;szlig;ig, bzw st&amp;auml;ndig durch... Manche Verr&amp;uuml;ckte haben sogar den Traum nach Jamaica auszuwandern. Ich chille auch.&lt;br /&gt;
Aber im geregelten Ma&amp;szlig;e. Auf jeden Fall kommen jeden Montag meinen engsten Freunde zusammen. Meine Freunde? Was sag ich da blo&amp;szlig;? Meine Familie! Meine Chillacrew. Wir h&amp;ouml;ren Bob Marley, ziehen an einer frisch gestropften Shisha und essen Pizza, wie sich das f&amp;uuml;r ein Chillnachmittag/abend geh&amp;ouml;rt. Viele Leute sehen es schon als Aufgabe zu chillen. Heute hei&amp;szlig;t es nicht mehr &quot;Ich mach ein Nickerchen bevor ich mich an die Hausaufgaben machte&quot;, es hei&amp;szlig;t viel mehr &quot;erstmal chill ich nen paar Stunden und dann geht es ab!&quot;&lt;br /&gt;
Man benutzt &quot;chillen&quot; nicht nur als genaue Defintion sondern auch als Verallgemeinerung. Man kommt nach Hause von einer gem&amp;uuml;tlichen Runde bei der man Shisha geraucht hat, Bobby geh&amp;ouml;rt, Pizza gegessen und man viel geredet hat, aber wenn man dann gefragt wird, was man denn die ganzen Stunden lang gemacht hat, kommt nur &quot;Wir haben gechillt&quot;. Dann ist es doch eine berechtigte Frage, ob wir nun diesen Lebensstil, bzw dieses Wort, welches eigentlich k&amp;uuml;hl stellen hei&amp;szlig;t, leben oder nicht?&lt;br /&gt;
Sollten wir nicht einfach chillen und diese Frage ignorieren oder uns gechillt hinsetzen und das gechillt ausdiskutieren?</description>
    <dc:creator>stefanlubnau</dc:creator>
    <dc:subject>think about it</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 stefanlubnau</dc:rights>
    <dc:date>2005-01-10T15:49:26Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://bluebutt.twoday.net/stories/446108/">
    <title>wann f&amp;auml;ngt die zukunft an?</title> 
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    <description>war heut ma wieder n bisschen in berlin city cruisen.&lt;br /&gt;
in der gegend baustelle berlin hauptbahnhof lehrter stadtbahnhof und regierungsviertel. da ham die ja das gesamte ufer der spree neu designt und das sieht so verdammt future aus. alles grade und elegant und naja futuristisch halt. nich so stadttypisch. so steril. alles dunkel (weil es schon abend war) und leer. kein mensch. mitten im city center. gegen&amp;uuml;ber die flutlichtbaustelle der deutschen bahn. ein zwei jogger sind mir begegnet. b&amp;auml;nke, eine nach der anderen &amp;uuml;berdacht von beton. weiter richtung abgeordnetenkindergarten. dann guck ich da in dieses regierungshaus. menschenleer. meterhoch meterweit ist die halle, abgegrenzt durch eine klare glaswand. da drin bestimmt angenehme zimmertemperatur, drau&amp;szlig;en klirrend kalt. meine h&amp;auml;nde frieren trotz handschuhe.&lt;br /&gt;
berlin ist pleite. warum merkt man das dort nicht? es sieht eher nach dem gegenteil aus. aber man muss nur mal durch wohngegenden fahren, aus mitte raus, nein, sogar in mitte:       schon mal nen richtig sch&amp;ouml;nen kinderspielplatz au&amp;szlig;erhalb von zoo oder anderen parks mit eintritt gesehn? oder andere soziale sachen, die dem volk zugute kommen, nich irgendwas wo man mit kalten fingern vor ner glasscheibe chillt und eigentlich nichts von hat?&lt;br /&gt;
traurig? ansichtssache, mich st&amp;ouml;rts nich unbedingt... ich brauch keine spielpl&amp;auml;tze, bin da eher &amp;auml;hh unkompliziert. ich cruise vorbei und gucks mir an und hab nen sch&amp;ouml;nen tag.&lt;br /&gt;
und wenn dann der fernbahnhof fertig ist, gibts wieder n einkaufszentrum mehr.&lt;br /&gt;
leute geht arbeiten, gebt das geld aus, geht arbeiten, sitzt zu hause rum (sofern ihr eins habt). aber blos nich nach drau&amp;szlig;en, weil die gesellschaft kinderspielpl&amp;auml;tze abgeschafft hat. setzt euch in ein cafe. gebt euer geld aus. geht arbeiten.&lt;br /&gt;
was ist leben?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
marc, du denkst zuviel. hals maul geh schlafen.&lt;br /&gt;
is zu philosophisch</description>
    <dc:creator>charliehumble (mailto:&amp;#99;&amp;#104;&amp;#97;&amp;#114;&amp;#108;&amp;#105;&amp;#101;&amp;#104;&amp;#117;&amp;#109;&amp;#98;&amp;#108;&amp;#101;&amp;#64;&amp;#115;&amp;#112;&amp;#121;&amp;#109;&amp;#97;&amp;#99;&amp;#46;&amp;#99;&amp;#111;&amp;#109;)</dc:creator>
    <dc:subject>think about it</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2004 charliehumble</dc:rights>
    <dc:date>2004-12-18T22:59:09Z</dc:date>
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